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Projekt-Update: MIO Laborbefund

In unserem letzten Beitrag im Juni 2024 haben wir über wichtige Fortschritte im Projekt MIO Laborbefund berichtet. Nun wird es Zeit euch über den aktuellen Stand und die nächsten Schritte zu informieren.

Bis Ende Q3 2024 planen wir die Veröffentlichung des aktuellen Arbeitsstandes des MIO Laborbefund. Im Anschluss werden wir die Spezifikation der datenbankbasierten Ausprägung angehen, um das Projekt weiter voranzutreiben.

LOINC®-Integration in Laboren: Die vollständige und präzise LOINC®-Codierung ist eine der größten Herausforderungen für die Einführung des MIO Laborbefund. Klare Anleitungen und Unterstützungsmaterialien sind in Arbeit, um Labore bei diesem wichtigen Schritt zu unterstützen.
Arbeitskreis des Interop Council „Einführungskonzept Laborbefund“: Um die erfolgreiche Einführung des MIO Laborbefund sicherzustellen, wurde Anfang 2024 der Arbeitskreis des Interop Council „Einführungskonzept Laborbefund“ ins Leben gerufen. Dieser Arbeitskreis befasst sich mit allen relevanten Fragestellungen, um Lösungsvorschläge zu erarbeiten und weiteren Handlungsbedarf sowie die dazugehörigen Verantwortlichkeiten zu identifizieren. Dabei stehen folgende Punkte im Fokus:
Ambulante und stationäre Prozesse regeln: Wer erstellt das MIO und lädt es in die ePA hoch? Wie erhält das beauftragte Labor Zugang zur ePA? Welche Laborbefunde müssen im Rahmen des Entlassmanagements als MIO in die ePA integriert werden, und wer trägt hierfür die Verantwortung?
Voraussetzungen schaffen: Technische, inhaltliche und organisatorische Vorarbeiten müssen vor der Einführung des MIO Laborbefund abgeschlossen sein. Dazu gehören realistische Zeitpläne, umfassende Implementierungs- und Schulungsunterstützung sowie eine Pilotierung vor dem Rollout.

Das Positionspapier des Arbeitskreises wird derzeit von den Mitgliedern erarbeitet und soll ebenfalls zum Ende des Sommers veröffentlicht werden.

Weitere Infos gibt es hier: Projekt-Update

Offene Positionen bei der mio42 

Wir suchen aktuell eine:n Mediziner:in (m/w/d) zur Analyse von (digitalen) Prozessen im Gesundheitswesen für unsere MIOs in Voll- oder Teilzeit. In der Position analysierst du den IST-Zustand aktueller Versorgungsprozesse im Gesundheitswesen und identifizierst Schwachstellen im Hinblick auf intersektorale Kommunikation, Datenflüsse und Arbeitsschritte. Weiterhin entwickelst du im Team Soll-Prozesse für die Nutzung von medizinischen Informationsobjekten (MIO) im Rahmen der elektronischen Patientenakte (https://mio.kbv.de), um die zuvor analysierten Ist-Prozesse in Hinblick auf deren Schwachstellen zu optimieren. Einblick in typische Fragestellungen kann man hier gewinnen: Versorgungsprozess anhand des Fallbeispiels Isolde Meinhardt 👉 Versorgungsprozess anhand des Fallbeispiels Isolde Meinhardt, Phase I#1SturzundEintreffendesRettungsdienstes

Die vollständige Stellenbeschreibung gibt es hier: https://kbv.hr4you.org/job/view/1414/referent-in-mio-prozesse-m-w-d?page_lang=de

Weiterhin suchen wir Verstärkung als Content Manager:in (m/w/d). 📣 Du bist kreativ, kommunikativ, bist fit im Erstellen von Content jeglicher Art (Grafik, Bewegtbild etc.) und hast auch Lust unsere Website neu zu konzipieren?

Dann bist du vielleicht unser Match! Wir suchen ab sofort Unterstützung in Voll- oder Teilzeit. Die komplette Stellenbeschreibung findest du hier: https://kbv.hr4you.org/job/view/1451/content-managerin-m-w-d?page_lang=de

Vorstellung unserer neuen YouTube-Serie

Um die Nutzung bzw. Implementierung unserer MIOs zu vereinfachen, haben wir in erster Linie für Entwickler:innen die Videoserie "Per Anhalter durch das MIOversum" erstellt. In kurzen Clips holen Sie unsere MIOnaut:innen zu den Themen: MIOs, Prozessleitfäden, UX/UI Designs, Informationsmodelle, MIOs und FHIR® sowie Support ab.

Der Link zum YouTube Channel ist https://www.youtube.com/@mio42GmbH.

Update zum dgMP

Die nächsten Schritte für den digital gestützten Medikationsprozess: Am 15.07. haben wir die Benehmensherstellung für unser MIO eMP und AMTS-relevante Zusatzinformationen gestartet. Gleichzeitig hat die gematik GmbH die Vorabveröffentlichung der Spezifikation für die ePA 3.1 zur Kommentierung durch ihre Gesellschafter freigegeben. Gemeinsam mit der gematik gehen wir den nächsten Schritt auf dem Weg zu einem digitalisierten Medikationsprozess! Zukünftig wird es damit neben der elektronischen Medikationsliste auch einen digitalen Medikationsplan in der ePA geben.

Anmeldungen zur MIO-Vision LIVE! gestartet

Im September präsentiert die mio42 GmbH ein ganz besonderes Highlight: Unsere 1. MIO-Vision LIVE! findet am 05.09.2024 in Berlin statt. In dieser hybrid stattfindenden Veranstaltung laden wir Expert:innen und Gäste aus allen Bereichen des Gesundheitswesens und der IOP-Community ein, mit uns in die Zukunft der digitalen Versorgung zu blicken.
Im Fokus stehen nicht nur unsere MIO-Updates, sondern auch spannende Panel-Diskussionen und Impulsvorträge zu den Themen Labor, PKA und dgMP.

Anmeldung geschlossen

Derzeit ist die Teilnehmergrenze erreicht. Sollten wieder freie Plätze zur Verfügung stehen, informieren wir hier auf dieser Seite.

Livestream

Die Veranstaltung wird auch als Livestream übertragen: https://mio42.de/mio-vision-live/

Die Agenda der Veranstaltung kann hier eingesehen werden: https://mio42.de/mio-vision-live/agenda/

Bei Rückfragen oder Anregungen sind wir unter kommunikation@mio42.de erreichbar.


Medizinische Informationsobjekte


Medizinische Informationsobjekte, kurz MIOs, können als digitale Informationsbausteine mit medizinischen Daten verstanden werden. Sie sollen interoperabel von jedem System im Gesundheitswesen lesbar und bearbeitbar sein. Um dies zu gewährleisten, werden medizinische Daten in einem festgelegten Format auf Basis internationaler Standards und Terminologien dokumentiert. Dadurch wird der Austausch und die Verarbeitung der Daten zwischen einzelnen Akteuren innerhalb des Gesundheitswesens, unabhängig vom genutzten Softwaresystem, ermöglicht. Auch in Krankenkassen-Apps für Versicherte werden die MIOs zum Einsatz kommen, um beispielsweise den Impfstatus darzustellen. Dabei ist es wichtig, zwischen den MIOs und der elektronischen Patientenakte (ePA) zu unterscheiden. 

Ein Beispiel für ein MIO ist der Impfpass. Er enthält verschiedene medizinische Informationen, wie Daten zum Patient oder zur Patientin, zum Impfstoff oder zu impfrelevanten Erkrankungen. Bestimmte Daten sind dabei auch für andere MIOs relevant. Aus diesem Grund hat die KBV sogenannte Basis-Profile definiert, die potenziell in allen MIOs Verwendung finden können. Dazu gehören PatientIn, Körperkenngrößen oder die Diagnose. So ist genau festgelegt, dass das Profil ‚PatientIn‘ in immer der gleichen Form beispielsweise den Namen, die Anschrift und das Geburtsdatum enthält.

Die MIOs durchlaufen verschiedene Phasen in ihrer Entwicklung, nachzulesen unter ‚MIO-Entstehungsprozess‘.

Das Konzept der MIOs stammt von der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) und wird in Zusammenarbeit mit Experten weiterentwickelt.

Die elektronische Patientenakte (ePA) und die medizinischen Informationsobjekte funktionieren Hand in Hand. In der elektronischen Patientenakte werden die medizinischen Daten einer Patientin oder eines Patienten gespeichert. Die medizinischen Informationsobjekte bestimmen dabei die Struktur dieser Daten.

Über SNOMED CT® wird im Gesundheitswesen in Deutschland seit Jahren viel diskutiert. Jeder, der nicht tief in den Fachbezeichnungen steckt, fühlt sich dabei schnell verloren. Was ist eigentlich SNOMED CT®? Wie unterscheidet es sich von der geläufigen ICD-Klassifizierung? Und vor allem: Warum verwenden wir es für die MIOs?

Die Abkürzung „FHIR®“ bedeutet Fast Healthcare Interoperability Resources und steht für eine völlig neue Art des Datenaustauschs im Gesundheitswesen. Am Anfang der Entwicklung stand die Frage: Wie müsste der digitale Datenaustausch im Gesundheitswesen aussehen, wenn man ganz von vorne beginnen würde?

Die Abkürzung "LOINC®" bedeutet Logical Observation Identifiers Names and Codes und ist ein internationaler Terminologiestandard zur eindeutigen Verschlüsselung von medizinischen Untersuchungen, insbesondere von Laboruntersuchungen. Der LOINC®-Code ist ein eindeutiger, dauerhafter Identifikator.

Was bringen die nützlichsten Informationen, wenn man sie nicht lesen kann? Aus diesem Grund gibt es den MIO-Viewer. Er dient dazu, medizinische Informationsobjekte (MIOs) für Menschen lesbar zu machen.

Wir bieten verschiedene Arten der Umsetzungsunterstützung rund um unsere MIOs für IT-Unternehmen an. Hier finden Sie eine Übersicht:

Operationalisierungshinweise:

Operationalisierungshinweise sind Empfehlungen, die sich an die Softwarehersteller richten. Diese müssen sinnvoll, zweckmäßig und im gesetzlichen Rahmen angesiedelt sein. Es gibt bezüglich unserer MIOs drei Arten von Operationalisierungshinweisen. Sie werden in jedem MIO-Projekt aufgeführt.

FAQs

In jedem MIO-Projekt finden Sie eine Liste der am häufigsten gestellten Fragen zu unseren MIOs und deren Umsetzung.

Validierungspakete

Zu jedem MIO stellen wir ein Validierungspaket mit allen relevanten Dateien, die zur Implementierung des jeweiligen MIO benötigt werden (inklusive des passenden HL7-Validators), zur Verfügung. Sie finden das Validierungspaket im jeweiligen MIO-Projekt unter "Umsetzungsunterstützung". 

Veranstaltungen

In jedem MIO-Projekt finden Sie eine Liste der für dieses MIO zutreffenden Veranstaltungen.