Verwendung im Kontext Laborbefund: für die Darstellung von Laboruntersuchungen kann die GTIN herangezogen werden, um die Vergleichbarkeit von Tests zu validieren.
Mit der GTIN (kurz für Global Trade Item Number) kann jeder Artikel, jedes Produkt oder jede Produktvariante weltweit überschneidungsfrei identifiziert werden. Sie fungiert als Zugriffsschlüssel auf in Datenbanken hinterlegte Produktinformationen. Die GTIN ist gleichzeitig die Basis für den Barcode (auch bekannt als Strichcode). Über den Barcode wird sie maschinenlesbar und kann per Scanner automatisch ausgelesen werden.
Die GTIN ist Teil der UDI-DI. Sie wird als 14-stelliger Code abgefragt, einschließlich Prüfziffer, die von EUDAMED zur Validierung des UDI-DI-Codes gebraucht wird. Wenn der GTIN-Code weniger als 14 Ziffern hat (einschließlich Prüfziffer), müssen beim Ausfüllen des EUDAMED-Feldes die führenden Nullen hinzugefügt werden. In Deutschland und weltweit ist die GTIN in der Regel 13-stellig, in den USA 12-stellig (auch bekannt als UPC). Für kleine Artikel, auf denen die lange Nummer nicht untergebracht werden kann, stellt GS1 unter bestimmten Voraussetzungen eine 8-stellige Nummer zur Verfügung. Es gibt sogar 14-stellige Versionen, welche aber ebenfalls auf Basis der 13-stelligen GTIN Nummer gebildet werden.
Kardinalität und Konformität:
| SZENARIO | KARDINALITÄT | KONFORMITÄT |
|---|
Rationale:
https://www.bfarm.de/DE/Medizinprodukte/Ueberblick/Europa-und-EUDAMED/_node.html
https://www.gs1-germany.de/gs1-standards/identifikation/artikel-gtin-sgtin/
Operationalisierungshinweis:
Labore haben die Option, zusätzlich zur Spezifikation der Laboruntersuchung eine GTIN mitzugeben. Es wird das Vorgehen nach folgenden Regeln empfohlen:
- Spezifische GTINs von Laboranalysegerät oder Probenbehälter-Typ sind in der jeweiligen Ressource einzutragen
- Laboranalysegerät/UDI oder Probenbehälter-Typ/UDI sind zu prüfen, ob die passende GTIN enthalten ist; falls existent, dann in Laboruntersuchung/GTIN zu übernehmen.
- GTINs, die nicht einer dieser Ressourcen zuzuordnen sind, sind direkt im Datenelement Laboruntersuchung/GTIN unterzubringen.
- Zu einer Laboruntersuchung kann es nur eine GTIN geben.
FHIR®-Mapping: %KBV_PR_MIO_LAB_Observation_Laboratory_Study|KBV_PR_MIO_LAB_Observation_Laboratory_Study.identifier:GTIN%
Wert: Identifier