Hier wird der Grund angegeben, aus dem das Arzneimittel eingesetzt anhand eines entsprechenden Codes oder alternativ mit einem Freitext angegeben.
Kardinalität und Konformität:
SZENARIO | KARDINALITÄT | KONFORMITÄT |
---|---|---|
Daten eintragen (Krankenhaus-Entlassbrief erstellen) | 0...* | O |
2.2.9.8.1 Code-Auswahl
Hier werden Codes angegeben.
Kardinalität und Konformität:
SZENARIO | KARDINALITÄT | KONFORMITÄT |
---|---|---|
Daten eintragen (Krankenhaus-Entlassbrief erstellen) | 0...* | O |
2.2.9.8.1.1 ICD-10-GM-Code
Der ICD-Code ist in Deutschland das abrechnungsrelevante Code-System im ambulanten und stationären Bereich. So wird z. B. bei der Abrechnung nach § 301 und § 295 SGB V die Codierung von Diagnosen mittels ICD-10 GMgesetzlich vorgeschrieben. Im ICD-System ist im Gegensatz zu anderen Code-System eine detaillierte Spezifikation von Diagnosen ohne Umwegemöglich: die Einordnung der diagnostizierten Erkrankung als Ätiologie oder Manifestation, die Diagnosesicherheit und die Beschreibung desSchweregrades wie auch der Seitenlokalisation.
Siehe auch https://www.dimdi.de/dynamic/de/klassifikationen/icd/icd-10-gm/
Bei der Benennung und Struktur der ICD Informationselemente haben wir uns ander FHIR®-technischen Umsetzung entsprechend HL7® Deutschland R4 Extension orientiert. Siehe dazu https://simplifier.net/basisprofil-de-r4/~resources?category=Extension
Kardinalität und Konformität:
SZENARIO | KARDINALITÄT | KONFORMITÄT |
---|---|---|
Daten eintragen (Krankenhaus-Entlassbrief erstellen) | 0...1 | O |
2.2.9.8.1.1.1 Diagnosecode
In diesem Element wird der Code für die Diagnose angegeben, inklusive Anzeigename (Display Name) sowie Name und Version des Code-Systems, allerdings ohne ein Mehrfachcodierungskennzeichen (z. B. "*", "†" oder "!"). Diese sind in anderen entsprechenden Elementen abzubilden.
Kardinalität und Konformität:
SZENARIO | KARDINALITÄT | KONFORMITÄT |
---|---|---|
Daten eintragen (Krankenhaus-Entlassbrief erstellen) | 1...1 | M |
Rationale:
HL7®-Leitfaden Basis DE (R4): https://ig.fhir.de/basisprofile-de/stable/Ressourcen-Condition-ICD-10-GM.html
Wert: Code
2.2.9.8.1.1.2 Codierungskennzeichen
In diesem Element kann ein Codierungskennzeichen (z. B. "*", "†" oder "!") zum Diagnosecode hinzugefügt werden.
Kardinalität und Konformität:
SZENARIO | KARDINALITÄT | KONFORMITÄT |
---|---|---|
Daten eintragen (Krankenhaus-Entlassbrief erstellen) | 0...1 | O |
Rationale:
HL7®-Leitfaden Basis DE (R4): https://ig.fhir.de/basisprofile-de/stable/Ressourcen-Condition-ICD-10-GM.html
Wert: Code
Werte |
||||||
Konzept und Wiedergabename | Code | Bezeichnung im Code-System | Code-System | Quell-Werteliste | ||
- | ! | ! | 1.2.276.0.76.5.543 | - | ||
- | † | † | 1.2.276.0.76.5.543 | - | ||
- | * | * | 1.2.276.0.76.5.543 | - |
2.2.9.8.1.1.3 ICD-Diagnosesicherheit
Die Diagnosesicherheit, d. h. wie sicher die Diagnose im Einzelfall zu werten ist, kann durch ein Zusatzkennzeichen zum ICD-Code angegeben werden. Für Abrechnungszwecke in der ambulanten Versorgung muss obligatorisch ein Zusatzkennzeichen für die Diagnosesicherheit (A, G, V oder Z) angegeben werden, d. h. die Angabe ist obligatorisch. In der stationären Versorgung sind diese Zusatzkennzeichen für die Angabe der Diagnosesicherheit für Abrechnungszwecke dagegen nicht zulässig.
Kardinalität und Konformität:
SZENARIO | KARDINALITÄT | KONFORMITÄT |
---|---|---|
Daten eintragen (Krankenhaus-Entlassbrief erstellen) | 0...1 | O |
Rationale:
HL7®-Leitfaden Basis DE (R4): https://ig.fhir.de/basisprofile-de/stable/Ressourcen-Condition-ICD-10-GM.html
Siehe auch
https://applications.kbv.de/S_ICD_DIAGNOSESICHERHEIT_V1.00.xhtml
https://www.dimdi.de/static/.downloads/deutsch/basiswissen-kodieren-2010.pdf
https://www.dimdi.de/dynamic/de/klassifikationen/kodierfrage/Welche-Zusatzkennzeichen-gibt-es-in-ICD-10-GM-und-OPS-und-wie-werden-sie-angewendet-ICD-10-GMnbspNr.nbsp1010/
Operationalisierungshinweis:
Bei Angabe der ICD-Diagnosesicherheit ist die zusätzliche Angabe der äquivalenten Werte für clinicalStatus und verificationStatus zwingend. Die Äquivalente sind im HL7®-Leitfaden Basis DE ( https://ig.fhir.de/basisprofile-de/stable/Ressourcen-Condition-ICD-10-GM.html) wie folgt festgelegt:
- A (ausgeschlossen) =>clinicalStatus = leer, verificationStatus="refuted"
- G (gesicherte Diagnose) =>clinicalStatus = "active", verificationStatus="confirmed"
- V (Verdacht auf/zum Ausschluss von) =>clinicalStatus = "active", verificationStatus="provisional" oder "differential"
- Z (Zustand nach) =>clinicalStatus = "resolved", verificationStatus="confirmed"
Wert: Code
Werte |
||||||
Konzept und Wiedergabename | Code | Bezeichnung im Code-System | Code-System | Quell-Werteliste | ||
- | A | ausgeschlossen | KBV_CS_SFHIR_ICD_DIAGNOSESICHERHEIT | - | ||
- | G | gesicherte Diagnose | KBV_CS_SFHIR_ICD_DIAGNOSESICHERHEIT | - | ||
- | V | Verdacht auf/zum Ausschluss von | KBV_CS_SFHIR_ICD_DIAGNOSESICHERHEIT | - | ||
- | Z | Zustand nach | KBV_CS_SFHIR_ICD_DIAGNOSESICHERHEIT | - |
2.2.9.8.1.1.4 ICD-Seitenlokalisation
Zur Spezifizierung von Diagnoseangaben (ICD-10) dürfen die Zusatzkennzeichen für die Seitigkeit (R, L oder B) angegeben werden,d. h. die Angabe ist freiwillig; dies gilt für die stationäre und die ambulante Versorgung.
Kardinalität und Konformität:
SZENARIO | KARDINALITÄT | KONFORMITÄT |
---|---|---|
Daten eintragen (Krankenhaus-Entlassbrief erstellen) | 0...1 | O |
Rationale:
HL7®-Leitfaden Basis DE (R4): https://ig.fhir.de/basisprofile-de/stable/Ressourcen-Condition-ICD-10-GM.html
Siehe auch
https://www.dimdi.de/static/.downloads/deutsch/basiswissen-kodieren-2010.pdf
https://www.dimdi.de/dynamic/de/klassifikationen/kodierfrage/Welche-Zusatzkennzeichen-gibt-es-in-ICD-10-GM-und-OPS-und-wie-werden-sie-angewendet-ICD-10-GMnbspNr.nbsp1010/
Wert: Code
Werte |
||||||
Konzept und Wiedergabename | Code | Bezeichnung im Code-System | Code-System | Quell-Werteliste | ||
- | B | beiderseits | KBV_CS_SFHIR_ICD_SEITENLOKALISATION | - | ||
- | L | links | KBV_CS_SFHIR_ICD_SEITENLOKALISATION | - | ||
- | R | rechts | KBV_CS_SFHIR_ICD_SEITENLOKALISATION | - |
2.2.9.8.1.2 ALPHA-ID-Code
In diesem Element wird der Code für die Diagnose angegeben,
inklusive Anzeigename (Display Name) sowie Name und Version des
Code-Systems.
Die Alpha-ID wird seit 2005 vom Deutschen Institut für
Medizinische Dokumentation und Information (DIMDI) herausgegeben.
Basierend auf dem alphabetischen Verzeichnis der deutschen
Modifikation der International Classification of Diseases (ICD-GM)
wird jeder Erkrankung eine fortlaufende Alpha-ID zugewiesen. Im
Gegensatz zum ICD-Code erlaubt die Alpha-ID eine ein-eindeutige,
individuelle und nicht-klassifizierende Identifikation einer
Erkrankung. Die Alpha-ID ist kumulativ und stabil, während
ICD-Codes Überarbeitungen erfahren.
Siehe auch
https://www.dimdi.de/dynamic/de/klassifikationen/icd/alpha-id/
Hinweis:Bei Alpha-ID-Codes, die zu postkoordinierten ICD-10-Codes gemappt werden, sollten diese nur einmal bei der Primärdiagnose und nicht mehr bei den Sekundärdiagnosen angeben werden (Stichpunkt: related Conditions in FHIR ®). In Fällen bei denen eine abweichende Diagnosesicherheit zwischen Primär- und Sekundärdiagnose vorhanden ist muss sichergestellt werden, dass die Diagnosesicherheit der Primärdiagnose zu dem assozierten Alpha-ID-Code passt.
Siehe der Implementierungsguide (IG) der deutschen
Basisprofile von HL7
Kardinalität und Konformität:
SZENARIO | KARDINALITÄT | KONFORMITÄT |
---|---|---|
Daten eintragen (Krankenhaus-Entlassbrief erstellen) | 0...1 | O |
Wert: Code
2.2.9.8.1.3 SNOMED CT®-Code
Hier wird ein Code aus dem Code-System SNOMED CT® eingetragen.
Kardinalität und Konformität:
SZENARIO | KARDINALITÄT | KONFORMITÄT |
---|---|---|
Daten eintragen (Krankenhaus-Entlassbrief erstellen) | 0...1 | O |
Wert: Code
2.2.9.8.1.4 ORPHANET-Code
In diesem Element wird der Code für die Diagnose angegeben, inklusive Anzeigename (Display Name) sowie Name und Version des Code-Systems. ORPHANET ist eine Initiative der Europäischen Union mit französischen Wurzeln zur Erfassung von seltenen Erkrankungen. Relevant für die Eingrenzung von seltenen Krankheiten ist ihre Definition anhand der Prävalenz. Die ORPHANET-Datenbank umfasst mehrere tausend seltene Krankheiten. Es gibt Mappings zwischen der ORPHAnumber und anderen Diagnosecodiersystemen.
Kardinalität und Konformität:
SZENARIO | KARDINALITÄT | KONFORMITÄT |
---|---|---|
Daten eintragen (Krankenhaus-Entlassbrief erstellen) | 0...1 | O |
Rationale:
- https://www.orpha.net/consor/cgi-bin/index.php?lng=DE
- Nguengang Wakap, S., Lambert, D. M., Olry, A., Rodwell, C., Gueydan, C., Lanneau, V., Murphy, D., Le Cam, Y.,&Rath, A. (2020). Estimating cumulative point prevalence of rare diseases: analysis of the Orphanet database. European journal of human genetics : EJHG, 28(2), 165-173. https://doi.org/10.1038/s41431-019-0508-0
Wert: Code
2.2.9.8.2 Bezeichnung
Hier kann der Behandlungsgrund als Freitext angegeben werden.
Kardinalität und Konformität:
SZENARIO | KARDINALITÄT | KONFORMITÄT |
---|---|---|
Daten eintragen (Krankenhaus-Entlassbrief erstellen) | 1...1 | M |
Wert: String