Bedingungen
Patient Herr Karsten Müller besitzt eine gut gepflegte Opt-Out-ePA & ist eMP/BMP-Anspruchsberechtigt. Es sind umfangreiche Zugriffsberechtigungen für alle Leistungserbringenden. Es sind keine Verschattungen aktiviert
Ausgangssituation
Der 84-jährige Patient Herr Müller wird aufgrund Immobilität, Multimorbidität und Demenz seit dem Jahr 2020 dauerhaft in einer stationären Pflegeeinrichtung (Pflegeheim) versorgt. Dort erfolgt die Betreuung im Rahmen eines Heimversorgungsvertrages über einen Heim-Hausarzt sowie über eine Partnerapotheke mit Blisterzentrum. Am 05.01.2024 erleidet der Patient in der Pflegeeinrichtung einen Schlaganfall mit eindeutiger Symptomatik (Aphasie, Armparese rechts). Die Pflegeeinrichtung alarmiert daraufhin den Rettungsdienst, der den Patienten notfallmässig in die nahe-gelegene Stroke Unit zur Aufnahme und weiteren Therapie einweist.
LANGFASSUNG DES FALLBEISPIELS
Kurzfassung des Fallbeispiels
Diagnosen laut ePA:
- Demenz (Erstdiagnose 01/2020)
- Diabetes melitus Typ 2 (Erstdiagnose 08/2010)
- Chronische Herzinsuffizienz (Erstdiagnose 06/2005)
- Hypertonie (Erstdiagnose 06/2000)
- Hypercholesterinämie (Erstdiagnose 06/2000)
- Reflux (Erstdiagnose 06/2000)
Medikation:
- Dauermedikation: Metorolol, Metformin, Olmesartan, Atorvastatin, Pantoprazol
- Bedarfsmedikation: keine
Untersuchungen und Ergebnisse:
In der Stroke-Unit erfolgt nach Anamnese und körperlicher Untersuchung des Patienten bei eindeutiger Symptomatik (Aphasie, Armparese rechts) die leitlinien-gerechte Schlaganfall-Diagnostik (Schädel-CT mit Perusionsdiagnostik und Angiografie zur Bestimmung des Schweregrades des Schlaganfalls, Farbduplexsonografie der hirnversorgenden Arterien zum Ausschluss von Stenosen, Sonografie zum Ausschluss einer tiefen Beinvenenthrombose, Langzeit-EKG). Im Anschluss erfolgt eine adäquate Therapie des Schlaganfalls (Sekundärprophylaxe mit Apixaban) und die stationäre Beobachtung für 7 Tage. Als Ursache des Schlaganfalls wird ein vormals unbekanntes Vorhofflimmern festgestellt. Nach 7-tägiger stationärer Therapie erfolgt die planmäßige Entlassung des Patienten bei weiterhin bestehender, mittlegradiger Armparese rechts sowie fazialer Mundastschwäche zurück in die Pflegeeinrichtung.