Bedingungen
Patient Herr Karsten Müller besitzt eine gut gepflegte Opt-Out-ePA & ist eMP/BMP-Anspruchsberechtigt. Es sind umfangreiche Zugriffsberechtigungen für alle Leistungserbringenden. Es sind keine Verschattungen aktiviert
Ausgangssituation
Der 84-jährige Patient Herr Müller wird aufgrund Immobilität & Multimorbidität seit dem Jahr 2020 dauerhaft in einer stationären Pflegeeinrichtung (Pflegeheim) versorgt. Dort erfolgt die Betreuung im Rahmen eines Heimversorgungsvertrages über einen Heim-Hausarzt sowie über eine Partnerapotheke mit Blisterzentrum. Am 05.01.2024 erleidet der Patient in der Pflegeeinrichtung einen Schlaganfall mit eindeutiger Symptomatik. Die Pflegeeinrichtung alarmiert daraufhin den Rettungsdienst, der den Patienten notfallmässig in die nahe-gelegene Stroke Unit zur Aufnahme und weiteren Therapie einweist.
LANGFASSUNG DES FALLBEISPIELS
Kurzfassung des Fallbeispiels
Diagnosen laut ePA:
- Paroxysmales Vorhofflimmern
- Bluthochdruck
- Chronische Herzinsuffizienz
Medikation:
- Dauermedikation: Bisoprolol. Candesartan, Phenprocoumon, Spironolacton
- Bedarfsmedikation: keine
Untersuchungen und Ergebnisse:
Frau M. wird nach ihrem Fahrradsturz vom Rettungsdienst und einer Notärztin versorgt. Bei der Untersuchung zeigt sie Vigilanzminderung und retrograde Amnesie. Sie hat eine blutende Kopfverletzung und einen Oberschenkelhalsbruch. Im Krankenhaus wird eine Tetanus-Auffrischungsimpfung durchgeführt, und ein cCT zeigt eine Gehirnblutung. Deshalb wird sie auf die IMC-Station verlegt und dort mit PPSB, Vitamin K und einer Bluttransfusion behandelt. Nach Stabilisierung und Bewusstseinsklarheit werden kardiologische und anästhesiologische Konsile sowie eine Herz-Echokardiografie und ein Röntgen-Thorax zur Operationsvorbereitung durchgeführt. Postoperativ verläuft die Behandlung ohne Komplikationen, und Frau Meinhardt wird zur geriatrischen Komplexbehandlung verlegt, wo ihre Medikation optimiert und häusliche Hilfsmittel empfohlen werden.