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Bedingungen

Patientin Frau Meinhardt besitzt eine gut gepflegte Opt-Out-ePA & ist eMP/BMP-Anspruchsberechtigt. Es sind umfangreiche Zugriffsberechtigungen für alle Leistungserbringenden. Es sind keine Verschattungen aktiviert

Ausgangssituation

eFrau Isolde Meinhardt, 75 Jahre, lebt selbstständig und mobil zu Hause. Sie leidet unter paroxysmalem Vorhofflimmern, Bluthochdruck und chronischer Herzinsuffizienz. Zur Behandlung nimmt sie einen Blutverdünner und Herzmedikamente. Ihre elektronische Patientenakte (ePA) ist umfassend gepflegt. Beim Fahrradfahren stürzt sie schwer aufgrund eines Steins auf der Straße. Passanten rufen den Rettungsdienst, und aufgrund des Verdachts auf Bewusstlosigkeit wird auch eine Notärztin alarmiert.


LANGFASSUNG DES FALLBEISPIELS

Kurzfassung des Fallbeispiels

Diagnosen laut ePA:
  • Paroxysmales Vorhofflimmern
  • Bluthochdruck
  • Chronische Herzinsuffizienz
Medikation:

- Dauermedikation: Simvastatin, Bisoprolol, Rivaroxaban
- Bedarfsmedikation: keine

Untersuchungen und Ergebnisse:

- **Körperliche Untersuchung:**
  - Dehydrierte Patientin in schlechtem Allgemeinzustand
  - Erhöhte Körpertemperatur
  - Ansonsten unauffällig
- **EKG:**
  - Bekanntes Vorhofflimmern
  - Keine weiteren pathologischen Veränderungen
- **Blutdruckmessung:**
  - Hypotonie
- **Laboruntersuchung:**
  - Erhöhte Entzündungswerte
  - GFR = 63 ml/min
  - Kreatinin = 1,2 mg/dl

Verlauf:

Der aktuelle Medikationsplan und die Stammdaten der Patientin werden bei Aufnahme in das Krankenhaus aus der ePA abgerufen. Obwohl sich die unmittelbaren Sturzfolgen als nicht-behandlungsbedürftig darstellen, werden bei der Patientin neben Fieber und Hypotonie erhöhte Entzündungsparameter im Routinelabor nachgewiesen.

Bei näherem Nachfragen berichtet Frau F. von Brennen beim Wasserlassen in den letzten Tagen sowie von häufigem Harndrang, weswegen sie weniger getrunken habe, um nicht so häufig aufstehen zu müssen. Als Infektfokus wird ein unkomplizierter Harnwegsinfekt nachgewiesen. Auf Station erfolgt eine Katheteranlage, eine Flüssigkeitssubstitution sowie eine zunächst kalkulierte und im Verlauf antibiogrammgerechte i.V.-Antibiose mit Unacid 1,5 mg 1-1-1.

Frau F. verbleibt insgesamt 5 Tage auf Station. Dabei zeigen sich dauerhaft erniedrigte Blutdruckwerte, sodass die Bisoprolol-Dosis reduziert wird. Das Vorhofflimmern bleibt unter Reduktion stabil.

Frau F. wird ohne weitere Auffälligkeiten ins Pflegeheim entlassen (MIO Pflegeüberleitung, MIO KHE), wo sie noch weitere 5 Tage lang Sultamicillin 375 mg 1-0-1 p.o. einnehmen muss. Dies wird im Medikationsplan entsprechend vermerkt.