Das Informationsmodell stellt die fachlichen Inhalte hierarchisch dar. Es soll dabei vorrangig dem pflegerischen Fachpublikum eine Übersicht über die Inhalte bieten.
Ein Überleitungsbogen-Dokument dient der Überleitung von einer in die andere Einrichtung bzw. Pflegesituation. Ein Überleitungsbogen wird einmal erstellt und in die elektronische Patientenakte (ePA) geladen. Mehrere Versionen gibt es nicht. Jeder Überleitungsbogen bildet den aktuellen Pflegezustand einer Patientin / eines Patienten ab und enthält sämtliche pflege- und versorgungsrelevanten Informationen zu einem bestimmten Zeitpunkt. Diese "Momentaufnahme" wird in die ePA hochgeladen und in den Metadaten der ePA abgebildet. Zusätzlich kann es bei einigen Elementen, wie z.B. bei den Funktionsbeurteilungen, nötig sein, ein vom Upload-Zeitpunkt abweichendes Datum anzugeben. Dies ist ermöglicht und sollte genutzt werden. Informationen ohne explizite Zeitangabe sollen so interpretiert werden, dass sie zum Zeitpunkt des Hochladens des Überleitungsbogens in die ePA aktuell sind.
Der Datensatz "Überleitungsbogen" besteht aus Datenelementen, die mit dem Pflegebeirat abgestimmt wurden und die für eine Überleitung relevanten pflegerischen und zum Teil auch medizinischen Informationen enthält.
Der Datensatz ist in 3 Hauptabschnitte gegliedert:
- ) Organisatorisches und Soziales
- ) Pflegerische Informationsbausteine (Empfohlen)
- ) Wiederverwendbare Elemente
Als zusätzlichen vierten und fünften Abschnitt enthält der Datensatz noch eine optionale Signatur, die in der FHIR-Umsetzung allerdings nicht explizit dargestellt werden kann, sondern eine Funktion der Telematikinfrastruktur (TI) ist, und die Angabe der Autorin / des Autors des Dokumentes.
Die ePA ist die primäre Umgebung für die Speicherung und Kommunikation eines Überleitungsbogens. Es ist jedoch möglich, das PIO Überleitungsbogen beispielsweise über den KIM-Dienst auszutauschen.
Die einzelnen Elemente des Informationsmodells (z.B. Anschrift, Name, Kontakt) bestehen jeweils aus einer Beschreibung und der Angabe des Wertes (z.B. String oder Code) mit dem entsprechenden Wertebereich, wenn dies relevant ist. Weiter werden zu den einzelnen Elementen, wenn angebracht, Rationalen sowie Hinweise zur Operationalisierung bereitgestellt. Mehr dazu unter Erläuterungen, Phase I.
Bei der Nutzung einer Auswahl eines Codesystems werden die enthaltenden Codes tabellarisch dargestellt wie folgt: (Auszug aus 2.2.2.1 Code/Bezeichnung des Risikos, Phase I)
KONZEPT & WIEDERGABENAME | CODE | BEZEICHNUNG IM CODESYSTEM | CODESYSTEM | Werteliste |
|---|---|---|---|---|
| Hinlaufgefährdung | 704448006 | Tendency to wander (finding) | SNOMED CT®, 2021-01-31 | Risiko |
| Dekubitusrisiko | 285304000 | At risk of pressure ulcer (finding) | SNOMED CT®, 2021-01-31 | Risiko |
Wenn eine Zuordnung, das heißt ein Mapping, mit anderen Codesystemen bzw. Codelisten erfolgen soll, dann wird die hier dargestellte Codeliste rechts erweitert. Diese Codes sind dann nicht für die Codierung des eigentlichen Wertes, wie im Konzept beschrieben, vorgesehen, sondern dienen dazu, in der technischen Umsetzung zusammengehörige Codes zu erkennen und zu verknüpfen.
Die folgende Abbildung enthält keine Kardinalitäten, sprich keine Angaben, ob und wie häufig ein bestimmtes Element vorliegen kann bzw. muss. Diese Angaben sind abhängig vom Szenario und können folgendem Bereich entnommen werden: Anwendungsszenarien, Phase I.
Die folgende Abbildung enthält keine Kardinalitäten, sprich keine Angaben, ob und wie häufig ein bestimmtes Element vorliegen kann bzw. muss. Diese Angaben sind abhängig vom Szenario und können folgendem Bereich entnommen werden: Anwendungsszenarien, Phase I.
Jennifer Jung Mareike Gaiser : hier sollte das vereinfachte Modell integriert werden, s. unter: ART DECOR - Abbildungen Confluence
Abbildung: Vereinfachte Übersicht über das Informationsmodell