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Neben der Rezept-Einlösung kann auch ein Beratungsanliegen Grund zur Leistungserbringung in der Apotheke sein. Aus der Beratung heraus kann sich eine Empfehlung für eine OTC-Medikation (OTC: over the counter, nicht rezeptpflichtige Medikation) ergebenMedikation ergeben. Alternativ kann auch der primäre Wunsch zum Kauf einer OTC-Medikation die Leistungserbringung auslösen. In beiden Fällen muss zunächst eine medikationsbezogene Anamnese stattfinden. Im Anschluss kommt es unter Berücksichtigung u. a. der Verfügbarkeit und der erhobenen patient:innenindividuellen Faktoren zur Präparate-Auswahl und zu einer pharmazeutischen AMTS-Prüfung. Ergeben sich hierbei Arzneimittelbezogene Probleme (ABP), werden diese auf Relevanz geprüft. Sind die ABP relevant, muss geprüft werden, ob ein Präparatewechsel möglich ist, welcher die ABP beheben würde. Wenn ja, wird ein neues Präparate ausgewählt, wenn nein, kann keine OTC-Medikation ausgegeben werden. In diesem Falle muss bei anhaltendem Bedarf ggfs. eine ärztliche Konsultation erfolgen. Ist eine OTC-Medikation erfolgreich ausgewählt worden, muss der/die Patient:in über die korrekte Anwendung aufgeklärt werden. Erst dann kann die OTC-Medikation dispensiert werden. Ist eine Stammkundenkartei vorhanden, wird diese idealerweise aktualisiert. Sofern kein Widerspruch vorliegt, erfolgt die Speicherung der OTC-Dispensierdaten in der ePA. Anmerkung: Zu beachten ist, dass der gesamte Medikationsprozess ein organischer Prozess ist, dessen einzelne Schritte in der (gedanklichen) Ausführung fließend ineinander übergreifen können (beim dgMP - Szenario "Verordnung und ggfs. Rezeptierung einer Medikation durch eine/n Ärzt:in" ausführlicher beschrieben). Im Anschluss an die Abgabe der OTC-Medikation sollte diese idealerweise also nicht nur in der Stammkundenkartei (wenn vorhanden) dokumentiert werden sondern - soweit relevant - für einen Eintrag im Medikationsplan der ePA verwendet werden. Dieser Aspekt ist im dgMP - Szenario "Dispensierung einer OTC-Medikation in der Apotheke" dargestellt.
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