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Inhalte Die Codes und Konzepte in diesem ValueSet geben an, durch welche Substanz eine allergische oder andere Überempfindlichkeitsreaktion ausgelöst wurde. Kommentierung Hier finden Sie das ValueSet zur Direktansicht und die dazugehörigen Hintergrundinformationen. Als FHIR-Package steht das ValueSet auf dem nationalen Terminologie-Server des BfArMs nach Abschluss des Benehmens- und Einvernehmensverfahrens zur Verfügung. Sollten Sie an der eher technischen Information interessiert sein, findet sich das ValueSet auch im json Format unterhalb der Tabelle. |
Hintergrund
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Die Dokumentation allergieauslösender Substanzen erfolgt derzeit in Primärsystemen meist entweder basierend auf proprietären Listen oder sogar nur als Freitext. Sowohl Fachgesellschaften als auch Systemhersteller haben sich hier für eine Harmonisierung ausgesprochen, um eine durchgehende interoperable Weiternutzung von Informationen zu Patientenallergien zu ermöglichen. Für die Abbildung der Allergie-auslösenden Substanzen sollen z.B. SNOMED CT®-Konzepte verwendet werden (siehe Stichpunkt "Auswahl des Codesystems"). In SNOMED CT® gibt es allerdings mehr als 27.000 mögliche Konzepte, die Substanzen beschreiben. Aufgrund dieser unhandlichen Menge ist es sinnvoll, die wählbaren Konzepte einzuschränken, also ein ValueSet mit einer überschaubaren Menge an möglichen und vor allem relevanten Konzepten zu erstellen. Darüber hinaus bestünde durch eine zu große Auswahlmöglichkeit das Risiko, dass versehentlich eine falsche Codierung vorgenommen wird. Zudem könnte es vorkommen, dass dieselbe Allergie mit unterschiedlichen Konzepten codiert wird, was wiederum dazu führen könnte, dass bei der Abfrage einer Allergie nach einem bestimmten Konzept unvollständige Ergebnisse geliefert werden. Durch eine Einschränkung der möglichen Werte soll also eine reproduzierbare Dokumentation erleichtert werden (also beispielsweise stets das Basismolekül anstelle wechselnder Salzformen desselben Wirkstoffs zu dokumentieren). Sollten in Zukunft alle SNOMED CT®-Konzepte auf deutsch verfügbar sein und nicht durch jedes Primärsystem auf gut lesbare Begriffe gemappt werden müssen, kann und sollte auch eine Weiterentwicklung der ValueSets diskutiert werden. Am Anfang stand die Herausforderung für die ValueSets ausgewählte Inhalte mit vertretbarem Aufwand zu identifizieren. Am hilfreichsten wäre eine Liste, mit den häufigsten Allergenen, die man dann in SNOMED CT®-Konzepte codieren und als ValueSet zur Verfügung stellen könnte. Eine übergreifende Statistik existiert allerdings nicht. Daher wurden zunächst Daten zu spezifischen Überempfindlichkeitsreaktionen verwendet. Folgende wurden berücksichtigt:
Diese Daten umfassen nur bestimmte Reaktionen (also nur anaphylaktische Reaktionen oder nur nachgewiesene Sensibilisierungen ohne zwingenden Anhalt für die klinische Relevanz). Außerdem gibt es auch Konzepte, die zwar nicht sehr häufig, jedoch unter Umständen sehr relevant sein können. Daher wurden darüber hinaus auch andere Quellen zur Orientierung genutzt. Zum Beispiel wurden auch (hoch-) verdächtige Auslöser der epidermalen Nekrolyse (laut der aktuellen Leitlinie) berücksichtigt. Auch bereits bestehende ValueSets aus anderen nationalen Spezifikationen (z.B. Schweiz, Österreich, USA, Frankreich) sowie Wertelisten der Arzneimitteldatenbankanbieter wurden zum Abgleich herangezogen. Allerdings ist dort oft nicht nachvollziehbar worauf die Auswahl der Konzepte beruht. Daher können alle diese Daten und Kataloge zwar zur Orientierung herangezogen werden, müssen jedoch von Fachexpert:innen überprüft werden. Des weiteren gibt es folgenden Konsens zum Vorgehen bei der Erstellung der ValueSets:
Aspekte zur Abbildung mit der FHIR-Ressource "AllergyIntolerance":
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